Band: The Decemberists
Album: The Crane Wife
Erscheinungsdatum: 3. Oktober 2006
- „The Crane Wife 3“ – 4:18
- „The Island“: – 12:26
- „Come and See“
- „The Landlord’s Daughter“
- „You’ll Not Feel the Drowning“
- „Yankee Bayonet (I Will Be Home Then)“ (Duet mit Laura Veirs) – 4:18
- „O Valencia!“ – 3:47
- „The Perfect Crime #2“ – 5:33
- „When the War Came“ – 5:06
- „Shankill Butchers“ – 4:39
- „Summersong“ – 3:31
- „The Crane Wife 1 & 2“ – 11:19
- „Sons & Daughters“ – 5:13
„The Decemberists“ sind eine Indie-Rock-/Indie-Folkband aus den Vereinigten Staaten (Portland). „The Crane Wife“ ist ihr viertes Studioalbum und wurde größtenteils von einer japanischen Erzählung inspiriert: Ein armer Mann findet einen verletzten Kranich vor seinem Haus, den er dann wieder Gesund pflegt und frei lässt. Kurz danach taucht eine Frau in seinem Leben auf in die er sich verliebt und sie heiratet. Die Frau stellt aus Seide wunderschöne Kleider her, die sie dann auf dem Markt für viel Geld verkaufen. Die Ehefrau verlangt aber von ihrem Mann, das er ihr nie bei der Herstellung zusehen soll. Eines Tages schaut er dennoch nach und sieht das an dem Webstuhl ein Kranich sitzt, der seine eigenen Federn verwebt. Der Kranich sieht den Ehemann, fliegt davon und kommt nie wieder zurück.
Colin Meloy – Gesang, Gitarre
Chris Funk – Gitarre
Jenny Conlee – Akkordeon, Melodica, Keyboard
Nate Query – Bass, Kontrabass
Das Album beginnt mit dem Ende der japanischen Geschichte, nämlich mit „The Crane Wife 3“. Dieser ruhige Track ist eine wunderbare Einleitung für das 60-minütige Album.
Each feather it fell from skin
‚Til threadbare well she grew thin
How were my eyes so blinded?
Each feather it fell from skin
Ein direkter Übergang leitet „The Island“ ein, der mit 12:26 Minuten der längste Track des Albums. Eigentlich besteht er aus drei Stücken („Come and See“, „The Landlord’s Daughter“ und „You’ll Not Feel the Drowning“). Das ganze Lied wurde von Shakespeares Der Sturm inspiriert. „Come and See“ geht noch etwas schwerfällig los. „The Landlord’s Daughter“ ist da wesentlich schneller. Das Orgel/Keyboard Solo sticht besonders heraus.
I’ll take no gold, miss. I’ll take no silver.
But I’ll take those sweet lips and thou will deliver!
Nach diesem Highlight kehrt „You’ll Not Feel the Drowning“ wieder zum Melancholischen zurück.
Go to sleep now, little ugly
Go to sleep now, you little fool
Alles in allem ist „The Island“ ein einzigartiger Song der durch Meloys Stimme und Songwriterqualitäten zu einen der besten des Albums gehört.
„Yankee Bayonet (I Will Be Home Then)“ ist ein Duet von Colin Meloy und Laura Veirs. Sie erzählen von einer Liebe eines verstorbenen Soldates und dessen Liebe.
Soldier: But oh, did you see all the dead of Manassas
All the bellies and the bones and the bile?
Girl: No I lingered here with the blankets barren
And my own belly big with child
„O Valencia!“ ist zurecht als erste Singleauskopplung gewählt worde. Der Track gehört definitiv zu den besten der Decemberists und wahrscheinlich auch zu den besten Songs in der Folk-Rock Szene der letzten Jahre. Bei „O Valencia!“ wird wie der Name vielleicht erahnen lässt nicht von der spanischen Stadt gesungen, sondern von einer Frau selben Namens. Auch ist das Lied der erste schnellere, temporeichere Track des Albums. Die Geschichte des Songs sieht man sehr schön im offiziellen Musikvideo, welches weiter unten verlinkt ist.
But oh, Valencia!
With your blood still warm on the ground
Valencia!
And I’ll burn this whole city down
Valencia!
With your blood getting cold on the ground
Valencia!
And I swear to the stars, I’ll burn this whole city down!
„The Perfect Crime #2“ ist ein bischen anders als der Rest des Album. Zum Ende hin hört man funkige Gitarrenrythms und Colin Meloy singt etwas „grooviger“ als sonst.
The valley’s sleeping like a bastard
It stinks of slumber and disaster
Two words are spoke on the tapwire
The agent’s ploy finds a surefire backfire
Eine schwerer Gitarrensound leitet „When the War Came“ ein und begleitet den Track auch fast während der gesamten Spielzeit. Die harten Sounds hinterlegen passend die Lyrics:
And the war came with a curse and a caterwaul
And the war came with all the poise of a cannonball
And they’re picking out our eyes by coal and candlelight
When the war came, the war came hard
Die Geschichte der Shankill Butchers wird im gleichnamigen Song erzählt. Meloy wird leise im Hintergrund von einer Akkustikgittare und einem Akkordeon begleitet. Ein wundervoller Song mit gruseligen Lyrics:
They used to be just like me and you
They used to be sweet little boys
But something went horribly askew
Now killing is their only source of joy
„Summersong“ lockert die Stimmung wieder etwas auf. Auch hier spielen zwar wieder Gitarre und Akkordeon neben Meloys Gesang die wichtigste Rolle, jedoch wird hier ein komplett andere, warme Stimmung aufgebaut.
And summer arrives
With a length of lights
And summer blows away
And quietly gets swallowed by a wave
It gets swallowed by a wave
Kurz vor Ende des wirklich langen Albums kommt nochmal ein wahres Meisterwerk. „The Crane Wife 1 & 2“ ist der Anfang der japanischen Fabel und dieser wurde ziemlich eindrucksvoll von Meloy in ein über 11 Minuten langes Musikstück umgesetzt.
Now I helped her
And I dressed her wounds
And how I held her
Beneath the rising moon
Der Abschluss des Albums bildet „Sons & Daughters“. Charakteristisch für diesen Song, der gerne als letzter Song auf den Konzerter gespielt wird, ist die letzte Strophe die, begleitet von Backing-Vocals, immer wieder wiederholt wird: „Hear all the bombs fade away“. Auf jeden Fall ein würdevoller Ausklang des Albums.
When we arrive, sons and daughters
We’ll make our homes on the water
We’ll build our walls with aluminum
We’ll fill our mouths with cinnamon, now
Fazit
Im Endeffekt ist „The Crane Wife“ ein wundervolles Album. Auch wenn es an seinen Vorgänger „Picaresque“ nicht ganz herankommt, ist „The Crane Wife“ in meinen Augen/Ohren definitiv eines der besten Alben der letzten drei Jahre.
Das Album ist für jeden etwas, der dem Indie-Rock/Folk-Rock nicht abgeneigt ist. Aber auch sonst sollte man auf jeden Fall einmal reinhören.

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