[Film Review] Star Wars: The Clone Wars

Drei Jahre nach „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ ist endlich wieder ein neuer Star Wars Film in die Kinos gekommen. Allerdings ist „Star Wars: The Clone Wars“ ein Animationsfilm und keine Realverfilmung. Zudem setzt er die Geschichte nicht direkt fort sondern spielt zwischen dem zweiten und dem dritten Teil der Star Wars Saga. Außerdem gilt er als Pilotfilm zu einer neuen Star Wars Serie, ebenfalls animiert, die ab dem 3. Oktober in den USA zu sehen ist.

Handlung

Im Star Wars Universum sind die Klonkriege in vollem Gange. Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi sind auf einem Planeten namens Christophsis, auf dem sie gegen eine Armee Kampfdroiden kämpfen. Anakin bekommt einen Padawan namens Ahsoka Tano zugeteilt. Das primäre Ziel im Film ist jedoch Jabba the Hutts Sohn zurückzubringen, der von den Separatisten entführt wurde.

Kritik von Abu-Dun

Was hat man sich gefreut, dass endlich ein neuer Star Wars Film in die Kinos kommt. Doch je näher der Erscheinungstermin rückte, desto mehr sank bei mir die Vorfreude. Zum Anfang wurde bekannt gegeben, dass „Star Wars: The Clone Wars“ komplett animiert sein wird. „Okay“, dachte ich mir, „wenn er wenigstens gut aussieht sollte das kein allzu großes Problem sein“. Nach dem ersten Trailer war ich dann etwas weniger optimistisch. Es sah einfach billig aus. Da hätte ich mehr von einem Franchise erwartet, das in Sachen Spezialeffekte neue Maßstäbe gesetzt hat. Dennoch habe ich schon etwas von der Star Wars Atmosphäre gespührt. Also dachte ich mir: „Solange die Story stimmt kanns ja gar nicht schlecht werden.“ Kurz vor dem Releasetag gab es die ersten Reviews zu lesen und die waren alles andere als gut. Schlechte Animationen, unglaublich schlechte Story und nicht das originale Intro (!). Die Vorfreude war also bei mir auf dem Nullpunkt.

Ich tat mir den Film, ja das muss man wirklich so deutlich sagen, trotzdem mit SnkRay zusammen an und zwei Tage später kann ich meine Gedanken immer noch nicht so Recht in Worte fassen. Um es mal vorsichtig auszudrücken: Ich bin geschockt. Am einfachsten wäre es wohl einfach ein paar Kritiken zu „Star Wars: The Clone Wars“ zu zitieren, denen ich absolut zustimme:

Remember how people talked about the Star Wars prequels like they were the worst movies ever made, when really, come on, they weren’t THAT bad? The Clone Wars actually IS that bad.
Film.com

The Story is entirely insignificant in The Clone Wars.
Austin Chronicle

At what point might animators be arrested for doing work so ugly it causes aesthetic blindness in millions of younglings?
Chicago Tribune

This isn’t the Star Wars we’ve always known and at least sometimes loved.
Variety

HOW THE HELL DO YOU BUTCHER THE CLASSIC AND IMMORTAL STAR WARS MUSIC?!?!?! […] Instead of the iconic opening crawl setting the stage, some 1960’s game show announcer does some ass awful narration to start the film. I wanted to claw out my own ears he sounded so bad. Damn… and we’re only 30 seconds into the movie!
The Movie Blog

It’s especially sad that a few of the better Star Wars games feature not only significantly deeper stories, but also superior CGI, meaning that both this project’s film and video game predecessors have already done better.
Paste Magazine

Vielleicht wäre die schlichte Story besser zu verkraften, wenn THE CLONE WARS wenigstens schön animiert wäre. Da man für eine spätere TV-Serie aber kein normales Kino-Budget bekommt, sieht der Film mit seinem sehr bunten 3-D-Manga-Look auch noch erschreckend billig aus. Die Hintergründe bleiben stets unbeweglich, auf allzu viele Details hat man lieber verzichtet, und die Figuren bewegen sich immer leicht ungelenk, etwa so wie man es aus älteren Computer-Spielen kennt. Ihren Schauspieler-Vorbildern aus Episode I–III sehen sie dabei durchaus ähnlich, wirken mangels Mimik aber eher wie Holzpuppen.
Der Spiegel

Um es nochmal zu betonen: „Star Wars: The Clone Wars“ ist wirklich so schlecht. Über den Grafikstil kann man streiten, weil dieser auch für die TV-Serie eingesetzt wird und dort großartige CGI-Animationen einfach das Budge sprengen würden. Aber was hat sich das Team bei den Animationen gedacht? Als langjährigen World of Warcraft Spieler kamen mir einige Bewegungen sehr bekannt vor. Da sind z.B. Handbewegungen die genau so wie der „/sprechen“ Emote aussehen („Insider“ werden wissen was ich meine). Aber auch das Laufen oder ganz normale Kopfbewegungen sehen nicht natürlich aus. Alles doch sehr billig und beängstigend, wenn man daran denkt das diese Animationen sicherlich auch in der Serie zu sehen sein werden.

Vielleicht meint ja jetzt einer, das man das noch verkraften kann, wenn wenigstens die Handlung stimmt. Das mag wohl sein aber leider stimmt an der Handlung überhaupt nichts. Jabba the Hutt hat auf einmal einen Sohn den Anakin und Obi-Wan aus seiner Gefangenschaft befreien sollen. Ihnen steht die ständig nervige Ahsoka zur Seite. Ganz ehrlich: Was ist das bitte für eine lahme Story? Jabba hat einen Sohn? Wer kommt bitte auf sowas? Und warum müssen Jedi-Ritter ihn retten? Hat der „Herr der Unterwelt“ nicht genug Kopfgeldjäger o.ä. die diesen Job erledigen könnten?

Hinzu kommen noch die Dialoge und die „Jokes“. Ich habe meinen Nachbarn SnkRay während des gesamten Films mehrere Male einfach nur fassungslos angeguckt, weil ich einfach nicht verarbeiten kontne was ich gerade gehört/gesehen hatte. Ich möchte jetzt hier keine Beispiele nennen, weil diese Zitate es einfach nicht wert sind hier zu stehen. Star Wars ist zwar nicht für tiefgründige Dialoge bekannt aber das, was man in „Star Wars: The Clone Wars“ zu hören bekommt schlägt doch des öfteren dem Fass den Boden aus.

Was bleibt noch zu sagen? Anakin kann auf einmal springen und Rollenschlagen in der Luft als ob er niemlas etwas anderes getan hat. Komisch, dass man in den folgenden Teilen nichts davon sieht. Das Intro wurde komplett neu gemacht (wie kommt man auf so eine Idee?). Die Klonkrieger sind keine Klonkrieger mehr sondern Menschen (jeder sieht anders aus, etc.). Ahsoka soll ein Padawan sein? Dieses aufmüpfige und unedlich nervige kleine Mädchen geht mit dem Lichtschwert so elegant um wie Yoda zu seinen besten Zeiten. Außerm kann sie tonnenschwere Trümmerstücke nur mit Hilfe der Macht innerhalb von wenigen Sekunden zum umfallen bringen. Nur nochmal am Rande: Das ist ihr erster Tag als Padawan.

Es ist traurig was aus Star Wars geworden ist. Eigentlich darf man „Star Wars: The Clone Wars“ gar nicht zu Saga hinzuzählen, denn der Film „fühlt“ sich einfach nicht nach Star Wars an. Er passt nicht in die Story, erfindet einfach irgendwelche neuen Charakter von denen man später kein sterbenswörtfchen mehr hört und hat noch nichtmal das originale Intro, geschweigeden die originale Musik (nur teilweise).

Also George, bitte nimm die allgegenwärtige Kritik zu Kenntnis und versuch wenigstens aus der Serie etwas zu machen, auch wenn ich glaube, dass es dafür schon zu spät ist. Dennoch hoffe ich, dass du aus dem Star Wars Universum keinen Kinderspielplatz machst. Das hat dieses Stück Filmgeschichte einfach nicht verdient.

Kritik von SnkRay

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht viel schreiben, da Abu-Dun wirklich alles wichtige bereits von sich gegeben hat. Ich als großer Star Wars Fan, der sich auch mit der Literatur und den Games befasst, kann nur sagen, dass es sich wirklich nicht lohnt. Der Film ist erstens sein Geld nicht Wert und zweitens zerstört er regelrecht, alles was im Star Wars Universum aufgebaut wurde… Der Film fühlt sich nicht annähernd wie ein Star Wars Film an, und es kommt einem auch so vor, als ob Star Wars: The Clone Wars überhaupt nicht beachtet, was im Star Wars Universum sonst so vorgeht. Ich als riesen Fan empfehle JEDEM, wirklich jedem, den Film nicht zu gucken, wer auf Star Wars steht, der sollte sich lieber eines der unzähligen guten Bücher kaufen (einfach mal, bei Amazon die Rezensionen anschauen), oder wenn er sich für Gaming interessiert Star Wars: Knights of the Old Republic oder Jedi Knight 2 kaufen, dort ist die Story um längen besser! Ich bin froh, dass ich den Film so schnell verdrängen konnte und nicht wie bereits viele andere, das Franchise komplett aufgegeben habe… Ich finde es lächerlich, wie Star Wars: Clone Wars den bedeutensten Krieg der Galaxis darstellt, auch die kommende Serie wird garantiert nicht besser. Nun hoffe ich doch nur, dass die Realserie nochmal ordentlich wird und dann nichts großes mehr kommt, da ich Episode III eigentlich als würdigen Abschluss der Saga gesehen habe.

Fazit

Abu-Dun:


 

 

SnkRay:

Weiterführende Weblinks

[Album Review] Muse – Showbiz

Band: Muse
Album: Showbiz
Erscheinungsdatum: 4. Oktober 1999

Tracklist

  1. Sunburn – 3:54
  2. Muscle Museum – 4:22
  3. Fillip – 4:01
  4. Falling Down – 4:34
  5. Cave – 4:45
  6. Showbiz – 5:17
  7. Unintended – 3:56
  8. Uno – 3:38
  9. Sober – 4:04
  10. Escape – 3:31
  11. Overdue – 2:26
  12. Hate This & I’ll Love You – 5:11

Muse ist eine britische Rockband, die 1994 in Teignmouth, Devon (England) gegründet wurde. Die Band besteht aus den drei Mitgliedern Matthew Bellamy, Christopher Wolstenholme und Dominic Howard. Der Name (nach der griechischen Muse) wurde gewählt, als die drei davon in der Schule hörten. Damals wussten sie nicht was das Wort bedeutet, haben sich informiert und gedacht, dass sich das Wort sehr gut auf Gig-Postern machen würde. Außerdem sagte Bellamy in einem Interview, dass es wahrscheinlich mit seinem Intresse für Theologie und dem Übernatürlichen zu tun hat.

Das besondere an Muse ist der vielfältige Sound, da sie sehr viele Genre verbinden. Zu den Genren gehören Alternative-, Hard– und Progressive Rock sowie klassische Musik und Electronica. Muse gelten somit als große Gründer des Subgenres New Prog. Der Gesang und die Instrumente sind sehr gefühlbetont, so wird zum Beispiel auf Gefühlsschwankungen aufgebaut.

Eines ist vorweg ganz einfach zu sagen, nicht jedem der Musik aus den besagten Genren mag, wird Muse gefallen, da der Sound sehr schrill klingt. Damit meine ich nicht nur die Instrumente, auch der Gesang ist anfangs gewöhnungsbedürftig, da Matthew Bellamy ein Sänger ist, der die Fähigkeit hat Falsett zu singen und dies auch tut. Auch ich musste das Debütalbum mehrere Male hören um mich an den Sound zu gewöhnen.

Besetzung:

Matthew Bellamy: Gesang, Gitarre, Piano, Synthesizer, Songwriting
Christopher Wolstenholme: E-Bass, Bass, Gitarre, Backing Vocals, Synthesizer
Dominic Howard: Drums, Percussions, Sytnhesizer, Animal Bones

Sunburn

„Sunburn“ startet mit dem Piano, bis in der elften Sekunde des Songs die Drums dazukommen. Matt zeigt in dem Song schon wunderbar die Qualität seines Gesangs, auch das Piano weiß zu überzeugen. Der Bass setzt im Chorus richtig heftig ein. Nach dem zweiten Chorus kommt ein Gitarrensolo, welches ungemein ins Gesamtbild passt, der Gesang wird heftiger. Während das Piano weiterspielt ist im Hintergrund die kreischende Gitarre zu hören. Das Outro ist auf dem Piano nochmal wesentlich schneller gespielt und der wunderbare Song klingt aus. Wow, ganz starker erster Track!

Come let the truth be shared
No one ever dared
To break these endless lies
Secretly she cries

She burns like the sun
And I can’t look away
And she’ll burn our horizons
Make no mistakes

Muscle Museum

Dieser Song startet mit dem Bass alleine, die Gitarre kommt hinzu und spielt ein schönes Riff, nach dem Riff startet Bellamy den Gesang, während Baseline und Drums weiter spielen. Vor dem Refrain setzt die Gitarre wieder ein. Ab 01:18 kreischt die Gitarre, diese Geräusche werden mit einem Effektgerät namens Fuzz Factory erzeugt und sind Musetypisch. Der Refrain bietet ganz starken Text und geht beim zweiten mal an der Stelle „And I’ll do it on my own“ in ein gefühlvolles Gekreische über, welches sehr schwer zu beschreiben ist. Es hört sich ein bisschen nach weinendem Gesang an, welcher aber nicht als „Lückenfüller“ dient, sondern von vorne bis hinten brilliant ist und so auch in den Song gehört. Diesen Part kann man wahrlich als Highlight des Stückes bezeichnen.

Can you see that I am needing
Begging for so much more
Than you could ever give
And I don’t want you to adore me
Don’t want you to ignore me
When it pleases you
And I’ll do it on my own

Fillip

„Fillip“ bedeutet so viel wie „stimulieren“. Düstere Geräusche leiten den harten Sound ein. Der ganze Song ist sehr schwungvoll, in der Mitte gibt es einen Break, wo das Piano einsetzt, das Tempo wird rapide gebremst, um wieder volle Fahrt aufzunehmen. Zum Ende hin wird das Lied nochmal langsam und klingt mit Störgeräuschen aus. Der Text ist eindeutig, es geht um eine gescheiterte Liebe, davon kann man auch in den ersten beiden Songs ausgehen, jedoch erzählt „Sunburn“ im ersten Verse auch noch von der Bandgeschichte und Geldsorgen.

Accuse me
Trust me
I never knew
That you were the one
You were the one

And it’s gonna be
Our last memory
And it’s led me on
And on to you

Falling Down

In „Falling Down“ geht es um das Aufwachsen von Matthew in Teignmouth, der Song ist ruhig, langsam und traurig. Matt verarbeitet die Erlebnisse seiner Jugend mit diesem Song und drückt im Text aus was er denkt, er hätte die Stadt am liebsten zerstört:

I’m falling down
And fifteen thousand people scream
They were all begging for your dream
I’m falling down
Five thousand houses burning down
No-one is gonna save this town

Too late
I already found what I was looking for
You know it wasn’t here
No it wasn’t here

Cave

Das Intro von Cave erinnert mich an das Eindringen in die Höhle eines anderen Menschen, nicht zu unrecht, darauf läuft das ganze dann ja auch hinaus. Die Höhle wird zerissen und wüst dargestellt. Das Trio startet mit heftigen Klängen und komischen Scratchingsounds und zieht diese bis zum Outro durch, wo dann ein ganz ruhiges Piano zu hören ist, aber nocheinmal die Gitarre einsetzt und ein Solo zu hören ist, das Piano bleibt im Hintergrund.

So come in my cave
and I’ll burn your heart away.
Come in my cave,
and I’ll burn your heart away.
Please close your ears and try to look away
So you’ll never hear a single word I say
and don’t ever come my way.

Showbiz

Bei „Showbiz“ gehts ums „Showbiz“. Naja, durch den ganzen Bühnenstress nicht wahnsinnig werden eben.
Die Atmosphäre im Lied ist sehr düster und bedrückend. Es beginnt mit druckvollen Drums, die später durch tiefen Bass und die E-Gitarre unterstützt werden. Beim Text spielt Matthew die Gitarre kurz alleine, bis Drums und Bass wieder dazukommen. Das Riff der Gitarre ist im Prinzip der Gesang auf die Gitarre übertragen, was wunderbar passt. Ungefähr bei 02:50 kommt ein Solo mit der Fuzz Factory, eine Minute später zeigt Mr. Bellamy was er so alles drauf hat und zeigt uns seine Tremolo Picking Künste. Das Intro des Songs ist auch das Outro. Obwohl Textmäßig nicht so viel geboten wird ist das Lied einfach fantastisch. Übrigens ist die letzte Note im Song die höchste, die jemals von Muse aufgenommen wurde.

Controlling my feelings for too long
Controlling my feelings for too long
And forcing my darkest soul to unfold
And forcing our darkest souls to unfold
And pushing us into to self destruction
And pushing us into to self destruction

Unintended

Nun folgt ein Lied, welches auf der Akustikgitarre gespielt ist. Es ist ein Liebeslied und das melanchonischste, sowie stillste, des Albums. Der Refrain ist mit Gefühl gesungen und zeigt erneut die Stimmqualität des Sängers, dessen Stimme wie gesagt wirklich nicht jedermans Sache ist.

You could be my unintended
Choice to live my life extended
You should be the one I’ll always love
I’ll be there as soon as I can
But I’m busy mending broken
Pieces of the life I had before

Uno

Ein Song, der wieder sehr laut startet, aber zum Vers hin muksmäuschenstill wird, der Refrain ist wieder laut. Daraufhin folgt ein kurzes Gitarrensolo, welches sehr ruhig ist. Das Muster wiederholt sich. Am Ende des Songs gibt es nochmal emotionales Tremolo Picking. Im Gegensatz zu den Liedern bevor, geht es um eine Person, die Matthew nichts bedeutet hat.

This means nothing to me
‚cause you are nothing to me
And it means nothing to me
That you blew this away

Sober

Der Titel heißt auf deutsch zwar „nüchtern“, doch es geht um Alkohol, nämlich Whiskey. Die Gitarre ist ordentlich, auch der Bass und die Drums sind in Ordnung, in diesem Lied hört man im Refrain die Backing Vocals von Christopher Wolstenholme gut herraus. Besonders gut klingt der Einsatz der Fuzz Factory.

Royal Canadian blended
The spicy aroma had mended me
Matured for years and imported
Into my glass you poured it
And you’re the only reason that I remain unfrozen
Suppose it stands to reason
That you would turn on me

You’re so solid
You’re so solid
It burns inside of me
‚cause you’re so solid
It burns inside of me

Escape

Escape beginnt sehr leise und wird nach einer Minute laut, der Text ist mal wieder auf den Punkt gebracht. Der Song klingt am Ende wieder ruhig. Es ist schwierig den Sound zu beschreiben, für mich hebt sich das Lied von den anderen ein wenig ab.

Why can’t you just love her?
Why be such a monster?
You bully from a distance
Your brain needs some assistance
But I’ll still take all the blame
‚Cause you and me are both one and the same
And its driving me mad
And its driving me mad

Overdue

Schräge Gitarren Sounds, flotter Gesang, schnelle Drums ein Scream. Das kürzeste Lied des Albums, aber sehr schwungvoll, keinesfalls schlecht.

It doesn’t matter where I have gone
I just can’t afford to
Pay for all the mistakes that you have made
It’s about time I was paid

I’m young but I know that I’m aroused

Hate This & I’ll Love You

Zu Beginn des Tracks hört man Singzikaden zirpen, das Piano spielt leise vor sich hin und Matt singt ruhig. Der Refrain ist laut und bietet eine gute Baseline und wahrscheinlich zwei Gitarren, mit der einen wird gezupft, während die andere in die Saiten haut.  Das Outro ist erneut ein Pianopart, der das Album ausklingen lässt.

You left us far behind,
So we all discard our souls.
And blaze through your skies,
So afraid to die.
‚cause I was born to destroy you,
And I am growing by the hour.
I’m getting strong in every way, yeah. Yeah.

Fazit

Muse schaffen es in diesem Album eine verzweifelte, machtlose und kämpfende Stimmung aufzubauen wie sonst nur wenige Bands. Doch Muse lässt sich mit anderen Bands eigentlicht kaum vergleichen und ich verstehe es wenn jemand sagt, er kann mit Muse rein gar nichts anfangen, doch sollte man der Band eine Chance geben. Dass die Lieder eines Showbiz eingängig sind, kann man jedenfalls nicht behaupten, hat man sie dann jedoch irgendwann des Öfteren gehört, ziehen sie den Hörer in ihren Bann. Die Texte sind teils auf den Punkt gebracht, bieten aber auch jede Menge Interpretationsfreiraum. Besonders beeindruckend ist es wie die Bandmitglieder ihre Instrumente beherrschen und sich in ihrer Musik verlieren, das kommt gut in Liveperformences zur Geltung.

Anspieltipps: Sunburn, Muscle Museum, Showbiz, Unintended, Uno (Klick mich)

Muscle Museum Live (Hullabaloo DVD):

Offizielle Website
Muse’s MySpace
Wikipedia – Muse (en)
Wikipedia – Muse (de)

[Album Review] Los Campesinos! – Hold on Now, Youngster…

Band: Los Campesinos!
Album: Hold on Now, Youngster…
Erscheinungsdatum: 22. Februar 2008

Tracklist:

  1. Death to Los Campesinos!“ – 2:52
  2. „Broken Heartbeats Sound Like Breakbeats“ – 3:35
  3. Don’t Tell Me to Do the Math(s)“ – 3:22
  4. „Drop it Doe Eyes“ – 2:44
  5. My Year in Lists“ – 1:51
  6. „Knee Deep at ATP“ – 2:49
  7. „This Is How You Spell. „HAHAHA, We Destroyed the Hopes and Dreams of a Generation of Faux-Romantics““ – 4:20
  8. „We Are All Accelerated Readers“ – 2:54
  9. You! Me! Dancing!“ – 6:48
  10. „…And We Exhale and Roll Our Eyes in Unison“ – 2:50
  11. „Sweet Dreams, Sweet Cheeks“ – 4:31
  12. „2007: The Year Punk Broke (My Heart)“ [Hidden Track] – 4:44

Nach der Ankündigung zum zweiten Album folgt nun endlich das Review zum ersten „Los Campesinos!“ Album. „Los Campesinos!“ besteht aus sieben jungen Studenten, die sich 2006 an der „Cardiff University“ kennen lernten und wenig später die Band gründeten. Schon Ende 2006 unterschrieben sie einen Vertrag beim renomierten Indie-Label „Wichita Recordings„. Das erste Album, welches im Februar 2008 erschien wurde von Kritikern überwiegend positiv bewertet. Das zweite Album erscheint schon im Oktober. Stilistisch sind sie dem Indie-Pop zuzuordnen.

Neil – Gitarre
Ellen – Bass
Ollie – Schlagzeug
Tom – Gitarre
Gareth – Gesang, Lyra
Harriet – Violine, Keyboard
Aleksandra – Gesang, Keyboard

Das Album beginnt schnell. „Death to Los Campesinos!“, dass zuvor schon als EP erhältlich war, besticht durch den abwechselnden Gesang von Gareth und Aleksandra und den Baking Vocals der gesamten Band. Sehr schöne Drums- und Keyboardssounds und einfach ein herrlich frischer Grundton eröffnen das Debütalbum.

I swap the bruising for a bumping sensation
I’ll be Ctrl-Alt-deleting your face with no reservations

„Broken Heartbeats Sound Like Breakbeats“ macht genau da weiter wo „Death to Los Campesinos!“ aufgehört hat. Los geht es überrachend mit zählen. Von links und rechts kommt immer abwechselnd „One! Two! Three! Four!“ bis auf einmal die Instrumente einsetzen. Auch in diesem Song singen Gareth und Aleksandra zusammen. Diesmal aber auch wunderbar chaotisch gleichzeitig, mit passendem Hintergrundgesang der Band. Nach ca. 3/4 des Liedes wird es aufeinmal deutlich langsamer. Aleksandra singt ruhiger von „broken heartbeats“ während im Hintergund der Track langsam ausklingt.

These constant broken heartbeats sound like breakbeats
Looping round and round to me
You know he’s so much more like Spiderman than you will ever, ever be

Mit einem direkten Übergang wird „Don’t Tell Me to Do the Math(s)“, ein Highlight des Albums eingeleitet. Als erstes fällt hier das Glockenspiel am Anfang auf, welches fast den gesamten Song zu hören ist. Sehr fröhlich gehts auch gleich weiter: Keyboard, Schlagzeug und Gitarren setzen ein. Aleksandra singt: „We know that we could sell your magazines/If only you could give your life to literature“ und wieder wird der Gesang mit Gareth getauscht. Die typischen Rufe der Band dürfen natürlich auch hier nicht fehlen. Ein fantastischer Song der einfach vor Leichtigkeit strotzt.

Tonight we’re gonna smash this place up
And then we’re gonna deck it out with fairy lights
Til we are content!

„Drop it Doe Eyes“ ist etwas ruhiger. Hier ist vor allem der Refrain von den weiblichen Mitgliedern der Band sehr markant. Zum Ende wirds aber wieder, in typischer „Los Campesinos!“-Manier, wilder.

Deer die with their eyes wide open, eyes wide open, eyes wide open
Deer die with their eyes wide open

Ihre aktuelle Single „My Year in Lists“ ist der fünfte Track auf dem Album. Auch dieser ist etwas ruhiger, hat aber nichts vom „Los Campesinos!“-Style verloren. Leider etwas kurz.

My year in lists
Stomping on your fingers as you’re clinging on to the abyss

„Knee Deep at ATP“ beginnt anders als der Rest des Albums. Ruhiger und keine chaotischen Refrains oder wilde Drums. Nicht gerade der beste Song der Platte aber eine willkommende Abwechlsung. Zum Ende hin singen dann nochmal alle „Campesinos“ zusammen:

They said „it’s not what you like, it’s what you’re like as a person“,
Well, I need new hobbies, that’s one thing for certain
Not what you like, but what you’re like as a person,
Well, I need new hobbies, that’s one thing for certain.

Den Titel als besten Songname hat „This Is How You Spell. „HAHAHA, We Destroyed the Hopes and Dreams of a Generation of Faux-Romantics“ wohl sicher. Aber auch das Lied hat es in sich. Gareth singt, ja erzählt fast, seinen Songtext bis alle wieder zusammen den Refrain singen. Wunderbarer Song. Anderes aufgebaut als der Rest der Tracks auf dem Album aber immer noch typisch „Los Campesinos!“.

We have to take the car ‚cause the bike’s on fire
We cannot trust your friends ‚cause they were born liars

„We Are All Accelerated Readers“ ist wieder ruhiger aber definitiv nicht schlechter. Aleksandra singt im Refrain von „accelerated readers“ die nie das Haus verlassen.

And I’m not Bonnie Tyler, and I’m not Toni Braxton
And this song is not gonna save your relationship
„Oh, no shit“
And this sentimental movie marathon has taught us one thing
It’s the opposite of true love is as follows:
Reality!

Das nächste Highlight lässt auch nicht lange auf sich warten. „You! Me! Dancing!“ beginnt mit einem längerem Intro bis endlich die Instrumente richtig anfangen zu spielen. Bei dem Song muss man einfach „mitwippen“. Der Refrain ist wieder schnell, wieder mit Glockenspiel und herrlich simplen Lyrics („It’s you!/It’s me!/And there’s dancing!„). Kurz vor Ende des Albums nochmal ein richtig guter Track der Lust auf mehr macht.

Because there’s only so many places you’re guaranteed on getting a hug when you leave.
And then on the way home, it always seems like a good idea to go paddling in the fountain, and that’s because it IS a good idea.

„…And We Exhale and Roll Our Eyes in Unison“ ist wieder ein „Gemeinschaftsprojekt“ der Band. Wechselnder Gesang mit Baking Vocals der ganzen Band. Teilweise relativ langsam, im Vergleich zum Rest des Albums, dennoch ein sehr solider Song.

It’s bad enough you ever use the word as an adjective
But to suggest we do it in heels is really quite crass

Der letzte „offizielle“ Track ist „Sweet Dreams, Sweet Cheeks“. Nochmals eine fröhliche Indie-Pop Nummer mit „Mittanzqulitäten“ und einem herrlichen Refrain. Wunderbar, was will man mehr?

One blink for yes, two blinks for no.
Sweet dreams, sweet cheeks, we leave alone

Da denkt man, dass das Album schon vorbei, weil auf dem Back Cover „nur“ 10 Songs angeben sind, doch aufeinmal geht es weiter mit „2007: The Year Punk Broke (My Heart)“. Dieser Hidden Track rundetet „Hold on Now, Youngster…“ perfekt ab. Wenig Gesang, nur am Anfang etwas von Gareth und den Rest machen die Instrumente: Glockenspiel, Drums, Gitarren, Violine und Keyboard dürfen alle nocheinmal zeigen was sie können. Super Ausklang des Albums.

Me, in your back garden
With my Walkman tucked inside my forearm

Fazit

„Hold on Now, Youngster…“ ist einer der musikalischen Indie-Höhepunkte des Jahres. Selten hat eine eine Band ein so starkes und ausgereiftes Debütalbum abgeliefert. Auch wenn einige sehr gute Songs, die auf vorherigen EPs veröffentlicht wurden, nicht mehr Platz auf der Platte fanden ist das ganze Album ein Genuss. Es gibt kein wirklichen Patzer. Alle Songs sind einzigartig und doch sind alle eindeutig „Los Campesinos!“. Man kann nur von Glück sagen, dass dieses erst das erste Album war und dass hoffentlich noch viele weitere Scheiben dieser Qualität in den nächsten Jahren von „Los Campesinos!“ bekommen werden.

Weiterführende Weblinks

[Album Review] Scars on Broadway – Scars on Broadway

Band: Scars on Broadway
Album: Scars on Broadway
Erscheinungsdatum: 29. Juli 2008

Tracklist:

1. „Serious“ 2:07
2. „Funny“ 2:55
3. „Exploding/Reloading“ 2:15
4. „Stoner-Hate“ 2:00
5. „Insane“ 3:07
6. „World Long Gone“ 3:16
7. „Kill Each Other/Live Forever“ 3:05
8. „Babylon“ 3:56
9. „Chemicals“ 3:13
10. „Enemy“ 3:03
11. „Universe“ 4:15
12. „3005“ 2:54
13. „Cute Machines“ 3:03
14. „Whoring Streets“ 3:01
15. They Say 2:48

Daron Malakian, John Dolmayan, Franky Perez, Danny Shamoun und Dominic Cifarelli sind „Scars on Broadway“. Die Band wurde in der Blütezeit von System of a Down geformt. Bereits zu Zeiten der letzten beiden Alben von System war bekannt, dass sich Daron und John, sowie Serj trennen würden und sich Soloprojekten widmen würden. Nach meinem Review zu Serj’s Album (Link zum Review), ist es an dieser Stelle an der Zeit für ein Review des Scars on Broadway Albums. Ob es an das hervorragende Werk „Elect the Dead“ herankommt erfahrt ihr hier.

Serious

Der Song startet mit einem harten Gitarrenriff und sehr schnellem Gesang, bei dem es um eine neue Romanze geht. Der Refrain ist sehr ruhig und langsam, sowie melodisch. Das Lied hat die typischen System of a Down Tempowechsel mit sehr harten Gitarren Sounds und Drums. Solide.

All is love and all will get your ego trippin
Everybody’s lookin for a sunday mission
Ain’t nobody searchin for a second chance
Im just lookin for a new romance

Funny

Funny ist durchgehend ruhig, der Song gefällt mir persönlich vom ganzen Album am besten. Eigentlich gibt es hier nicht viel zu sagen. Daron zeigt, dass er durchaus singen kann und die beiden Gitarren klingen einfach wunderbar harmonisch.

If I was there with you for long
Would you be singing me this song?
I’m holding on…

Exploding/Reloading

Wieder ein härterer Song mit einem Refrain, der aus den zwei Wörtern des Titels besteht, die in eine 0815 Melodie verpackt wurden. Der Text weiß überhaupt nicht zu überzeugen, da er nicht nur kurz ist, sondern auch langweilt. Dieser Song wäre es bei manchen Bands nicht einmal  Wert eine schlechte B-Side zu sein.

I am, I am Genocide
Mixed with Turkish lies, yeah!
I like, I like Jesus Christ
Mixed with suicide, yeah!

Kommt das wem bekannt vor? System-Fans sollten gelangweilt sein…

Stoner Hate

Hier kommen das erste mal definitiv Metalsounds zum Vorschein. Der Song ist sehr schnell und auch hier sind die Lyrics eher schwach. Ich sehe den Track als nervige Interlude. Es geht um einen Psychopathen, der in Kalifornien am liebsten jederzeit Morden würde.

Superfragilisticexpialadocious
Is a word to me
Mamma mia!
Losing all my patience
When we’re all about to get it
It’s so easy to say
Easy to say

Insane

„Insane“ ist eine Ballade, die wenig Text bietet und fast nur aus dem Chorus besteht, allerdings weiß der Track doch zu überzeugen, da gewaltig viel „Ohrwurmpotential“ vorhanden ist. Der Text spricht eindeutig für sich:

Dream, dream your broken dream
You’ll see the things I never see

Let’s go insane again
Bring back the pain again

World Long Gone

Endlich frischer Sound. „World Long Gone“, bietet vielschichtige Instrumentenklänge gepaart mit einem Text der sehr direkt ist. Das Ende ist ein würdiger Schluss für den guten Track.

I look at the sky, faded,
I reach, the stars

Maybe I don’t know
How many people are starving
In this world long gone

Kill Each Other/Live Forever

Auch einer der besseren Songs, mit einem lahmen Refrain, aber einem genialen Break. Die Gitarren setzen aus Daron singt weiter und wird daraufhin mit starken Backing Vocals (von sich selber) unterstützt.

We don’t want to believe
That the world can still move on,
We don’t want to believe
That the sun can still shine on.

Babylon

Der Song fängt wunderbar an, sehr ruhig und melanchonisch, bis ab 01:31 der Song erst richtig startet. Die Gitarren, Drums und der Gesang werden lauter. Der Song ist in Ordnung, aber in meinen Augen kein Überkracher.

Marooned again, you were the one that put me in defense
Marooned again, you were the one that took my confidence
I liked the way we slept on rooftops in the summertime
If we were all marooned again, I’d give my soul to save your life

Chemicals

Gesangtechnisch ganz schwacher Track, der dazu passend auch einen schlechten Text hat. Der ganze Text ist purer Nonsens und offensichtlich unter Drogeneinfluss entstanden. Da der Song anscheinend noch nicht schlecht genug war, gibt es unglaublich schlechte Synthsounds obendrauf.

Madness
No One Cared
Looking Around And Nobody There
When I Say Fuck The World Lets Get Ready To Rock
As I Piss On Your Face While You Suck On My Cock

Enemy

Der Mensch wird in dem Song als Feind der Erde dargestellt. Daron zeigt zu Beginn was mit der Gitarre so möglich ist, das war dann aber auch schon das Highlight des Songs. Die bekannte System-Interlude „Drugs“ ist in den Song integriert. Ich finde jedoch, dass diese wenn dann in eine Liveperformance gehört und nicht in eine Studioversion eines Liedes, da jeder 12 Jähriger bessere Lyrics schreiben kann…

We’re on drugs,
We’re on drugs,
We’re all on drugs,
We’re on drugs,
We’re on drugs,
Baby, we’re all on drugs,
Do you like drugs?

Universe

Universe beginnt temporeich um dann wieder langsamer zu werden. Der Gesang in den Versen ist kein wirklicher Gesang, sondern erinnert an das Lesen eines Gedichtes mit ein wenig singen.

Comets falling for the earth,
Is this the end or a re-birth?
Never seen the sky like this,
You never want to die like this

3005

3005 ist das Jahr was die Menscheit laut Daron nicht überleben wird. Der Song ist allgemein wieder ruhig gehalten und ist vom Gesang her okay, doch finde ich ist alles was in diesem Song gesagt wird schon unzählige male gesagt worden.

Let’s clap our hands,
for the president
and Jesus Christ
and did I mentioned Charlie Manson and everybody else, who was nice.

Übrigens Frage ich mich nach diesem Track, ob der Wortschatz von Daron über „Jesus Christ, genocide, president und motherfucker“ hinausreicht.

Cute Machines

Der ganze Song besteht hieraus:

Cute machines,
That I love!
Cute machines,
I can’t get enough

Ganz ehrlich, egal wie genial die Gitarren klingen könnten, das ist ja wohl ein schlechter Scherz 03:03 mit diesem Inhalt zu füllen. Mehr bietet der Song nicht, naja – schwachen Sound und Gekreische von Mr. Malakian.

Whoring Streets

Ist endlich wieder ein Song der gut ist. Die Gitarren sind ruhig und auch der Gesang bleibt ruhig, besonders gut sind die Backing Vocals zu hören, die diesmal nicht von daron selbst sind.

Whoring down your whoring streets,
Killing you while you’re killing me.
It’s time,
To show all you people you will never survive

They Say

„They Say“ startet mit extrem schäbigen Gitarrensounds und ist ein richtig dreckiges Stück, welches am besten dem Metalgenre zuzuordnen ist. Als ich den Song einem meiner Freunde vorgespielt hab sagte er tatsächlich „Alter, das könnten wir ja besser!“. Metal-Fans kommen bestimmt auf ihre Kosten, doch ich vermisse das was System ausgemacht hat.

If you were me, could you defend
The given rights to all of men?
Let’s fuck the world with all its trend
They say it’s all about to end
They say it’s all about to end
They say, they say

Fazit

Und so komme ich zu meinem Fazit, Scars on Broadway hat einige gute Songs, jedoch viel zuviele schlechte. Das Album hat 15 Tracks, bei denen ich viele für überflüssig halte. Und nein, ich höre nicht nur die ruhigen Songs, wie man eventuell nach dem Review vermuten könnte. Es sind nüchtern betrachtet einfach die besseren Werke. Ich bin begeisterter System of a Down Fan, doch Scars on Broadway schaffen es bei weitem nicht zu überzeugen. Serjs Album ist in meinen Augen/Ohren fantastisch, es wirkt rund und hat eine Message, während Scars on Broadway so wirkt, als hätte es das alles schoneinmal gegeben.

Weiterführende Weblinks

Offizielle Website
Scars on Broadways MySpace
Wikipedia – Scars on Broadway (en)
Wikipedia – Scars on Broadway (de)

[Album Review] The Decemberists – The Crane Wife

Band: The Decemberists
Album: The Crane Wife
Erscheinungsdatum: 3. Oktober 2006

Tracklist:
  1. „The Crane Wife 3“ – 4:18
  2. „The Island“: – 12:26
    1. „Come and See“
    2. „The Landlord’s Daughter“
    3. „You’ll Not Feel the Drowning“
  3. „Yankee Bayonet (I Will Be Home Then)“ (Duet mit Laura Veirs) – 4:18
  4. O Valencia!“ – 3:47
  5. The Perfect Crime #2“ – 5:33
  6. „When the War Came“ – 5:06
  7. „Shankill Butchers“ – 4:39
  8. „Summersong“ – 3:31
  9. „The Crane Wife 1 & 2“ – 11:19
  10. „Sons & Daughters“ – 5:13

„The Decemberists“ sind eine Indie-Rock-/Indie-Folkband aus den Vereinigten Staaten (Portland). „The Crane Wife“ ist ihr viertes Studioalbum und wurde größtenteils von einer japanischen Erzählung inspiriert: Ein armer Mann findet einen verletzten Kranich vor seinem Haus, den er dann wieder Gesund pflegt und frei lässt. Kurz danach taucht eine Frau in seinem Leben auf in die er sich verliebt und sie heiratet. Die Frau stellt aus Seide wunderschöne Kleider her, die sie dann auf dem Markt für viel Geld verkaufen. Die Ehefrau verlangt aber von ihrem Mann, das er ihr nie bei der Herstellung zusehen soll. Eines Tages schaut er dennoch nach und sieht das an dem Webstuhl ein Kranich sitzt, der seine eigenen Federn verwebt. Der Kranich sieht den Ehemann, fliegt davon und kommt nie wieder zurück.

Colin Meloy – Gesang, Gitarre
Chris Funk – Gitarre
Jenny Conlee – Akkordeon, Melodica, Keyboard
Nate Query – Bass, Kontrabass

John Moen – Schlagzeug, Melodica

Das Album beginnt mit dem Ende der japanischen Geschichte, nämlich mit „The Crane Wife 3“. Dieser ruhige Track ist eine wunderbare Einleitung für das 60-minütige Album.

Each feather it fell from skin
‚Til threadbare well she grew thin
How were my eyes so blinded?
Each feather it fell from skin

Ein direkter Übergang leitet „The Island“ ein, der mit 12:26 Minuten der längste Track des Albums. Eigentlich besteht er aus drei Stücken („Come and See“, „The Landlord’s Daughter“ und „You’ll Not Feel the Drowning“). Das ganze Lied wurde von Shakespeares Der Sturm inspiriert. „Come and See“ geht noch etwas schwerfällig los. „The Landlord’s Daughter“ ist da wesentlich schneller. Das Orgel/Keyboard Solo sticht besonders heraus.

I’ll take no gold, miss. I’ll take no silver.
But I’ll take those sweet lips and thou will deliver!

Nach diesem Highlight kehrt „You’ll Not Feel the Drowning“ wieder zum Melancholischen zurück.

Go to sleep now, little ugly
Go to sleep now, you little fool

Alles in allem ist „The Island“ ein einzigartiger Song der durch Meloys Stimme und Songwriterqualitäten zu einen der besten des Albums gehört.

„Yankee Bayonet (I Will Be Home Then)“ ist ein Duet von Colin Meloy und Laura Veirs. Sie erzählen von einer Liebe eines verstorbenen Soldates und dessen Liebe.

Soldier: But oh, did you see all the dead of Manassas
All the bellies and the bones and the bile?
Girl: No I lingered here with the blankets barren
And my own belly big with child

„O Valencia!“ ist zurecht als erste Singleauskopplung gewählt worde. Der Track gehört definitiv zu den besten der Decemberists und wahrscheinlich auch zu den besten Songs in der Folk-Rock Szene der letzten Jahre. Bei „O Valencia!“ wird wie der Name vielleicht erahnen lässt nicht von der spanischen Stadt gesungen, sondern von einer Frau selben Namens. Auch ist das Lied der erste schnellere, temporeichere Track des Albums. Die Geschichte des Songs sieht man sehr schön im offiziellen Musikvideo, welches weiter unten verlinkt ist.

But oh, Valencia!
With your blood still warm on the ground
Valencia!
And I’ll burn this whole city down
Valencia!
With your blood getting cold on the ground
Valencia!
And I swear to the stars, I’ll burn this whole city down!

„The Perfect Crime #2“ ist ein bischen anders als der Rest des Album. Zum Ende hin hört man funkige Gitarrenrythms und Colin Meloy singt etwas „grooviger“ als sonst.

The valley’s sleeping like a bastard
It stinks of slumber and disaster
Two words are spoke on the tapwire
The agent’s ploy finds a surefire backfire

Eine schwerer Gitarrensound leitet „When the War Came“ ein und begleitet den Track auch fast während der gesamten Spielzeit. Die harten Sounds hinterlegen passend die Lyrics:

And the war came with a curse and a caterwaul
And the war came with all the poise of a cannonball
And they’re picking out our eyes by coal and candlelight
When the war came, the war came hard

Die Geschichte der Shankill Butchers wird im gleichnamigen Song erzählt. Meloy wird leise im Hintergrund von einer Akkustikgittare und einem Akkordeon begleitet. Ein wundervoller Song mit gruseligen Lyrics:

They used to be just like me and you
They used to be sweet little boys
But something went horribly askew
Now killing is their only source of joy

„Summersong“ lockert die Stimmung wieder etwas auf. Auch hier spielen zwar wieder Gitarre und Akkordeon neben Meloys Gesang die wichtigste Rolle, jedoch wird hier ein komplett andere, warme Stimmung aufgebaut.

And summer arrives
With a length of lights
And summer blows away
And quietly gets swallowed by a wave
It gets swallowed by a wave

Kurz vor Ende des wirklich langen Albums kommt nochmal ein wahres Meisterwerk. „The Crane Wife 1 & 2“ ist der Anfang der japanischen Fabel und dieser wurde ziemlich eindrucksvoll von Meloy in ein über 11 Minuten langes Musikstück umgesetzt.

Now I helped her
And I dressed her wounds
And how I held her
Beneath the rising moon

Der Abschluss des Albums bildet „Sons & Daughters“. Charakteristisch für diesen Song, der gerne als letzter Song auf den Konzerter gespielt wird, ist die letzte Strophe die, begleitet von Backing-Vocals, immer wieder wiederholt wird: „Hear all the bombs fade away“. Auf jeden Fall ein würdevoller Ausklang des Albums.

When we arrive, sons and daughters
We’ll make our homes on the water
We’ll build our walls with aluminum
We’ll fill our mouths with cinnamon, now

Fazit

Im Endeffekt ist „The Crane Wife“ ein wundervolles Album. Auch wenn es an seinen Vorgänger „Picaresque“ nicht ganz herankommt, ist „The Crane Wife“ in meinen Augen/Ohren definitiv eines der besten Alben der letzten drei Jahre.

Das Album ist für jeden etwas, der dem Indie-Rock/Folk-Rock nicht abgeneigt ist. Aber auch sonst sollte man auf jeden Fall einmal reinhören.

Weiterführende Weblinks