Man mag es kaum glauben, ein Jahr ist es her… ein Jahr ist seit dem letzten Blogeintrag vergangen und auch wenn man den Blog für tot hielt, hier sind wir wieder, trotz dieser Sache die sich „Real Life“ nennt. Doch wenn es um die Tops und Flops im Entertainment geht, dann sind Abu-Dun und ich sofort zur Stelle. Ohne hier weiter um den „heißen Brei“ reden zu wollen komme ich einfach zu dem was zählt, meiner „Top 3 2009“.
Top 3 Games
1. Assassin’s Creed 2
2. Batman: Arkham Asylum
3. FIFA 10
Assassin’s Creed 2 hat sich eindeutig den ersten Platz verdient. Es gab genug Kritik am ersten Teil, aber das Entwicklerteam hat sich diese zu Herzen genommen und das Spiel so abwechslungsreich wie möglich gemacht. Vor allem die Hauptmissionen sind alle möglichst unterschiedlich designed und es gibt nun auch innerhalb des Animus eine viel komplexere Story. Im ersten Teil musste man ja eigentlich mit dem relativ farblosen Altaïr einfach nur die befohlenen Attentate vollführen, während im zweiten Teil ein richtig guter Storyaufbau vorhanden ist, der den Charakteren Tiefe gibt und vor allem, den Spieler wie Enzio (dem Hauptdarsteller) fühlen lässt. Der hat nebenbei einige neue Moves gelernt, was die Spielbarkeit erhöht und kann im Gegensatz zu seinem Ahnen schwimmen. Was mir übrigens auch sehr gefallen hat, ist das Entschlüsseln von Glyphen, bei denen der Spieler z.B. Zahlenrätsel oder Bilderrätsel lösen muss um ein Video von Subjekt 16 freizuschalten. Außerdem werdet ihr nicht nach jeder Mission aus dem Animus geholt. Das passiert nämlich wirklich selten aber dafür ist der Effekt umso intensiver.
Ich muss zugeben, ich konnte mit Batman bis zu „The Dark Knight“ nicht viel anfangen und ich wünschte mir zuerst, dass Arkham Asylum im realistischerem Filmstil gehalten ist, doch dem ist nicht so. Trotzdem ist der Stil sehr düster und den neueren Batman-Comics entnommen, also gab ich dem Game eine Chance und siehe da es hat sich gelohnt, denn bei Batman: Arkham Asylum passt fast alles. Die Grafik und der Sound sind sehr gut. So wurden für die Vertonung die Original-Sprecher der Serie im Englischen, sowie im Deutschen herangezogen und beide Synchronisationen sind wirklich erstklassig wobei die englische mit Kevin Conroy als Batman und Mark „Skywalker“ Hamill als grandiosem Joker dann doch die Nase vorn hat. Die Story ist in meinen Augen solide, aber lässt jedem Batman-Fan das Herz höher schlagen, da es wirklich ein Aufeinandertreffen der „All-Stars“ ist. Das Gameplay ist ein sehr ausgewogener Mix aus Stealth- und Actionelementen, die fantastisch in Szene gesetzt sind. Wenn in einem Raum Geiseln sind, die exekutiert werden sollen und ich einen Weg finden muss ungesehen Gegner auszuschalten und sie somit an Gargoyles aufhänge, oder mit Sprengfallen überrasche, dann fühle ich mich wirklich wie die coolste Sau in Gotham City, denn ich bin BATMAN! Wirklich ein Spiel, dass auch Nicht-Fans begeistern wird.
Was gibt es viel zu FIFA zu sagen? Jedes Jahr ein neuer Titel mit einigen Verbesserungen, doch dieses Jahr ist es einfach ein insgesamt sehr rundes Spiel geworden. Da ich seit 2005 kein FIFA mehr gekauft hatte, hat sich der Kauf erst recht gelohnt. Ob Besitzer des Vorgängers diesen Titel haben müssen kann ich nicht beurteilen. Die meisten Spieler sind, im Gegensatz zu mir, aber sowieso knallharte Fußballfans. Wichtig ist, dass FIFA 10 gerade mit einem oder mehreren Freunden vor dem Fernseher unglaublich viel Spaß macht!
Flop des Jahres:
Das Game macht im Koop-Modus sehr viel Spaß, aber es ist sowas von offensichtlich, dass das Hauptaugenmerk nur darauf gelegt wurde und der Singleplayer somit vernachlässigt wurde. Die K.I. der Begleiterin Sheva ist oft sehr nervig (oder die K.I. ist hier und da nicht vorhanden?) und das Gameplay ist in der alten Konsolengeneration hängen geblieben. Bei Teil 4 war der einzige logische Schritt den Hauptcharakter während des Zielens nicht laufen zu lassen, da der Gamecube Controller nur einen Analogstick hat… (zumindest bedienbaren) aber im 5. Teil habe ich zwei Sticks und kämpfe gegen Horden von Zombies, wo es mir nicht möglich ist laufen und schießen gleichzeitig zu können. Naja, das ganze macht es nicht unspielbar, aber macht mir als Spieler doch des öfteren die Grenzen des Spiels klar. Storytechnisch ist der Abgang der Serie auch nicht besonders. Ich mag zwar wie einer der vielen Fanboys klingen aber „Die ersten Teile waren besser!“. Achja und Leon kicks Ass! Teil 4 hat die Messlatte wahrscheinlich zu hoch gesetzt, da es die Reihe und vielleicht sogar das Genre neu definiert hat. Resident Evil 5 ist bei weitem kein schlechtes Spiel, kann aber meiner Meinung nach keinem der Vorgänger das Wasser reichen.
Top 3 Filme
1. (500) Days of Summer
2. Taken („96 Hours“)
3. Watchmen
Ein Film der von der großen Liebe handelt, doch dem Zuschauer von Anfang an klar macht, dass es zwischen Tom (Joseph Gordon-Levitt) und Summer (Zooey Deschanel) aus ist. Es handelt sich eben nicht um einen einfachen Liebesfilm. Die Geschichte ist aus der Perspektive des Tom Hansen erzählt und macht dabei wilde Zeitsrpünge, die der Story das gewisse Etwas geben. So sieht man als Zuschauer in einem Zeitraum von 500 Tagen wie die Beziehung anfing und ins Rollen kam und wo es einige Ungereimtheiten gab. Im Mittelteil des Films gibt es übrigens die genialste Szene die ich seit Jahren im Kino gesehen habe. Tom trifft sich mit Summer und auf der einen Hälfte des Bildschirms sehen wir seine Erwartungen, auf der anderen die Realität. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, auf jeden Fall ein Film den man gemütlich mit guten Freunden, oder aber auch mit seiner Freundin gucken kann.
Taken ist gewiss keine Innovationsbombe, aber der Film ist einfach brillant umgesetzt. Ganz großes Action-Kino! Bryan Mills (Liam Neeson) ist ein ehemaliger Geheimagent, der seinen Job aufgegeben hat um mehr Zeit mit seiner Tochter (Maggie Grace) verbringen zu können. Die Tochter macht mit einer Freundin einen Trip nach Paris und gerät dort in die Hände eines Menschenhändlerrings. Bryan erfährt durch seine Kontakte zur CIA, dass er nur noch 96 Stunden hat seine Tochter zu finden und somit beginnt das grandiose Action-Spektakel, welches nichts für schwache Nerven ist.
Watchmen: Wir schreiben das Jahr 1985, seit 40 Jahren ist der 2. Weltkrieg vorüber, doch die Welt ist zersplittert und steht innerhalb des Kalten Krieges kurz vor einem Atomkrieg. In dieser düsteren Zeit hat es sich eine maskierte Heldengruppe namens „Watchmen“ zur Aufgabe gemacht die Straßen sauber zu halten. Doch als der patriotischste Held, der so genannte „Comedian“ ermordet wird bahnt sich eine Verschwörung an.
Also um es kurz zu machen – beste Comicverfilmung ever! Wer das Comic kennt weiß bereits was für interessante Themen geschickt in der Welt der Watchmen verpackt sind, alle anderen können den Film aber auch bedenkenlos gucken, wenn sie bereit für mehr als das Standard-Popcorn Kino sind, der Film ist für einen Helden Film sehr ruhig gehalten und bringt schnell tiefe in die Charaktere, was mit genialen Zeitsprüngen geschieht. Must-See für Fans des Comics!
Mein Geheimtipp des Jahres:
„Where the Wild Things Are“, oder „Wo die wilden Kerle wohnen“ sieht aus wie ein Kinderfilm und ist die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuches von Maurice Sendak, doch der Schein trügt, da der Film für Kinder nicht verständlich ist. Sehr junge Zuschauer verstehen die Emotionen und die Tragik des Films noch nicht.
Die Eltern von Max haben sich getrennt und er wird von seiner Mutter nicht so sehr beachtet wie er es sich wünscht, seine Freunde überschreiten zu Anfang die Grenzen. Max hat eine kreative Fantasie und hat die Gabe Geschichten zu verfassen. Eines Tages reist er zu den „Wilden Kerlen“ (2,50 Meter große Menschenartige Tierwesen) und gibt sich als deren König aus. Während des Aufenthaltes auf der Insel gibt es mehrere Konflikte und Max muss sehen wie er damit klar kommt.
Ich finde es wirklich Klasse, dass ich nach dem Gucken mit Freunden Diskussionsbedarf hatte, wie es lange nicht der Fall war. Den Film kann man nämlich auf mehrere Weisen interpretieren und das liegt auch daran, dass es nicht wirklich einen klaren Roten Faden gibt.
Top 3 Serien
1. Dexter (Season 4)
2. 24 (Season 7)
3. Lost (Season 5)
Dexter hat es geschafft! Die Serie ist zu meiner persönlichen Lieblingsserie geworden, da sie einfach noch frischer wirkt als andere und es eigentlich schafft mit jeder Folge die Handlung einen Schritt nach vorne zu treiben ohne das jedes Mal dem Schema F gefolgt wird. Vor allem die Charakterentwicklungen in den Seasons gehören mit zu den besten, die es in einer modernen Serie nur geben kann. Season 4 gehört mit dem genialen Plot und den größten Momenten in der gesamten Serie einfach auf diesen ersten Platz! Nun nach dem Ende möchte man erst recht wissen, wie es weitergehen wird.
Jack Bauer war dieses Jahr nach der einjährigen Pause erneut im Einsatz und nach der schwachen 6. Season endlich wieder auf Top-Niveau. Leider wird je länger die Serie läuft die Spannung genommen, da das Konzept doch immer gleich bleibt. Doch der neue Schauplatz, nämlich Washington D.C. und die neuen Charaktere des FBI bringen frischen Wind ins Ganze. Langsam sollte die Serie allerdings eingestellt werden, da sich zu viele Plots wiederholen.
Season 5 ist meiner Meinung nach die bis jetzt beste Lost Staffel. Ich frage mich nur, was ich noch groß zu Lost schreiben soll, vorallem spoilerfrei. Einige Sachen wurden mal wieder aufgeklärt und neue Mysterien wurden aufgeworfen, das Prinzip der Serie funktioniert und ich freue mich schon auf die letzte Season.
Top 3 Konzerte
Dieses Jahr möchte ich mich nicht auf Alben fixieren, sondern viel mehr kurz die besten Konzerte des Jahres erwähnen.
1. Muse – Resistance Tour (Color Line Arena Hamburg)
2. Bloc Party (Docks – Hamburg)
3. The World/Inferno Friendship Society (Nexus – Braunschweig)
Jedes Konzert für sich hatte eine fantastische Atmosphäre, aber was Muse dieses Jahr für eine Bühnenshow veranstaltet haben war einfach unglaublich. Die Bandmitglieder konnten auf Säulen mit Visualisierungen in die Höhe fahren, an anderer Stelle wurde bei einem Drum & Bass Jam der Schlagzeuger mit dem Bassisten auf einem Podium rotiert… ganz zu schweige von der Lightshow und den obligatorischen Ballons, die mit Konfetti gefühlt waren. Die Soundabmischung war umwerfend und zeigt, dass es eben nicht darauf ankommt alle Instrumente so laut wie möglich zu mischen, sodass die Band „gegeneinander“ spielt. Mit Abstand das Beste was ich je Live gehört habe!
















