
Titel: Beautiful Katamari
Plattform: Xbox 360
Genre: Puzzlespiel
Preis: ca. 60-70 €
Spielzeit: ca. 4-5 Stunden
Sprache: englisch
USK-Freigabe: keine Altersbeschränkung
Beautiful Katamari
Bei Beatiful Katamari handelt es sich um ein 3rd-Person „Action-Puzzlespiel“, anders wüsste ich nicht, wie man es beschreiben könnte, aber deshalb kläre ich euch an dieser Stelle ja auch auf. Das Spiel hat nämlich überhaupt nichts mit puzzeln zu tun.
The King of All Cosmos
Zuerst möchte ich auf die Story des Spiels eingehen, die sehr abgefahren ist. Eins Vorweg, ja der Look ist japanisch und nur Japaner können sich sowas Krankes ausdenken!
Aber nun zur Story. Der König des Universums ist gerade dabei eine Tennispartie mit der Königin zu spielen, als er mit seinem Aufschlag das Ziel verfehlt reißt der Tennisball ein Loch ins All. Das schwarze Loch saugt schnell Planeten und Sterne auf, sodass nur ein kleiner Teil des Universums übrig bleibt, bis dieser letztendlich auch verschlungen wird. Der König des Universums beauftragt seinen Sohn, den Prinzen nun das Loch wieder zu füllen. Dies soll ihm mit den sogenannten Katamaris gelingen, das sind Bälle an denen alles kleben bleibt, über das man herrüberrollt. Der Prinz hat aber nicht nur die Aufgabe das schwarze Loch zu stopfen, nein, vorher soll er noch alle Planeten wieder erschaffen die aufgesaugt worden sind. Um dem Spiel einen gewissen Schwierigkeitsgrad zu verpassen, erschafft der Spieler die Planeten, bevor das Loch gestopft wurde. Jede Mission geht also auf Zeit.

Keep Rollin‘
Also der/die/das Katamari vergrößert sich je mehr man aufrollt, das kann man sich leicht anhand eines Schneeballs vorstellen. Meist ist vor einem Auftrag, den ihr vom König erhaltet ( z.B. erschaffe den Planeten Venus), eine gewisse Größe gefordert. Zuerst sind nur wenige Zentimeter gefordert, jedoch steigern sich die Forderungen schnell. So macht es auch Sinn, dass man das schwarze Loch zu letzt im Spiel füllt, da sonst ja der Reiz immer größer zu werden schon verpufft wäre. Es macht ungemein Spaß im Spielverlauf Menschen und ganze Städte aufzurollen, das ganze sieht dabei jederzeit knuffig aus.
Die Steuerung funktioniert ausschließlich über die beiden Analogsticks, des Controllers. Das ganze steuert sich am Anfang arg ungewöhnlich, da das Spiel alle bekannten Steuerungsschemen über Bord wirft und mit einer einzigartigen, bisher nie da gewesenen Steuerung daherkommt. Das ganze steuert sich nämlich wie ein ferngesteuertes Auto, wo sich an der Fernbedienung zwei Sticks befinden. Um sich nach rechts zu bewegen bewegt man beide Analogsticks nach rechts, um sich nach links zu bewegen beide nach links, das gleiche gilt auch für vorne und hinten. Will man das Katamari drehen (einigen wir uns mal auf „das“ Katamari), dann bewegt man nur einen Stick. Ich hoffe man kann sich das ganze jetzt in etwa vorstellen. Es gibt auch Spezialmanöver, drückt der Spieler die Sticks, dann dreht sich das Katamari direkt um 180°, bewegt er die Sticks unterschiedlich nach vorne und hinten bekommt er einen Geschwindigkeitsschub.
Abwechslung bietet das Spiel kaum. Hin und wieder muss der Spieler mal eine bestimmte Temperatur erreichen, in dem er zum Beispiel Eistüten und Schneemänner aufsammelt, oder eben über Essen und Feuer rollt. Der Charakter des Spielers, also der Prinz kann auch per Knopfdruck gegen einen seiner Freunde getauscht werden, die er im Spiel antrifft. Ihr rennt nämlich zwischen den Missionen auf Planeten herum um zur nächsten Mission zu gelangen. Die kleinen süßen kann man durch Geschenke, die man beim rollen findet dann optisch verändern. So habe ich meine Spielfigur mit einem Schal, einer Tasche und einem Lolly ausgestattet. Okay, mal ganz im Ernst niemand braucht so etwas, aber es ist motivierend sich in den Leveln auf die Suche der Geschenke zu machen – ehrlich…

Ecken und Kanten?
Was jedem Next-Generation Spieler sofort auffällt ist natürlich die Grafik, diese wurde in keinster Weise an die Fähigkeiten der Xbox 360 angepasst, doch anders möchte ich mir das Spiel auch nicht vorstellen, es sieht zwar aus wie ein Playstation 2 Spiel, aber damit bin ich zufrieden. Die Optik ist einfach nur knallbunt und kitschig, so ist eben der Stil. Auch der Soundtrack fällt besonders auf, da es sich ausschließlich um J-Pop handelt. Während dem einen die Ohren bluten, findet der andere die Musik passend. Ich finde die Musik zwar gut, aber muss zugeben, dass ich auch hin und wieder die Tracks auf meiner 360 Festplatte, oder meinem MP3-Player bevorzugt hab.
Eine Sprachausgabe gibt es nicht, die Gespräche sind das bekannte Nonsense-Gebrabell, das stört aber nicht. Das einzige was mich an dem Spiel nun wirklich gestört hat ist die Spielzeit, die beträgt nämlich nur etwa 4 Stunden. Sobald das Loch gefüllt wurde, kann der Spieler übrigens ohne Zeitdruck umher rollen.
Fazit
Beautiful Katamari sollte man unbedingt getestet haben. Ich wurde deutlich positiv überrascht und hatte nicht erwartet, dass das Spielprinzip soviel Spaß macht. Das Spiel beschränkt sich auf das grundlegendste Element eines Videospiels – Spaß. Es ist wunderbar für zwischendurch geeignet. Ich habe das Spiel gerne nach der Schule eingelegt, um einfach nur abzuschalten und empfehle es jedem, der auf der Suche nach etwas ungewöhnlichem sowie genialem ist. Jetzt ist nur noch auf den Preis zu achten, den 60 Euro sind zu viel, da vergreift man sich lieber an einem Playstation 2 Spiel der Katamari Reihe, was nur 30 Euro kostet. Ansonsten kann ich nur empfehlen auf eine Preissenkung zu warten, oder aber das Spiel aus der Videothek auszuleihen.
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Story |
Ja, was bleibt da zu sagen… Story zählt bei Beautiful Katamari nicht, desshalb hier auch keine Wertung |
Gameplay![]() |
Es macht Spaß größer zu werden, die Aufgaben sind fordernd und das Handling ist auch gut. |
Grafik![]() |
Die Grafik ist zwar nicht an die Hardware angepasst, passt aber zum Spiel |
Sound![]() |
Der Sound ist wunderbar, auch wenn er teilweise nerven kann. |
| Multiplayer | |
Gesamt ![]() |
Ein Spiel welches sich zu den Wurzeln der Videospiele zurückbegibt, jedoch trotzdem viel neue Innovation liefert und Spaß macht, leider aber viel zu kurz ist. |






